Die Sprache der Blumen
Warum verschenken wir Blumen?

In diesem Artikel dreht sich alles um die Sprache der Blumen, warum wir Blumen verschenken, welche Gründe wir dafür haben und warum wir uns freuen, wenn wir welche geschenkt bekommen.
Erste große Tradition: Valentinstag
Der Brauch geht sehr weit zurück. Im antiken Rom wurde am 14. Februar die Lupercalia gefeiert, das Fest zu Ehren der großen Göttin Lupa (Göttin der Wölfe) in Ihrem Aspekt der Göttin Juno (Liebesgöttin) Göttin Lupa (Göttin der Wölfe) in Ihrem Aspekt der Göttin Juno (Liebesgöttin). An diesem Tag wurden Paare in einer Art "Lotterie" für ein Jahr verbunden. Die jungen Männer mußten Briefchen ziehen, auf die die Damen zuvor ihre Namen notiert hatten. Dabei wurden der Göttin Juno Blumen geopfert. Ursprünglich ist das Lupercalia-Fest ein Fest der Hirten zu Ehren des Gottes Faunes.
Bischof Valentin soll den von ihm, gegen das Verbot von Kaiser Claudius II., getrauten Paaren Blumen geschenkt haben. Er wurde am 14. Februar 269 wegen seines katholischen Glaubens hingerichtet.
Zweite große Tradition: Muttertag
Der Muttertag hat seinen Ursprung in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Die Methodistin Anna Marie Jarvis, ein Mitglied der Frauenbewegung führte am 12. Mai 1907 ein Memorial Mothers Day Meeting durch. Es war der Sonntag nach dem 2. Todestag ihrer Mutter Ann Maria Reeves Jarvis, der Gründerin der Mütterbewegung "Mothers Friendships Day". Auf ihr Drängen hin wurde in ihrem Heimatort Grafton 1 Jahr später am 2. Maisonntag in der Kirche ein Gedenkgottesdienst zu Ehren aller Mütter gefeiert. Sie machte es sich zum Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen, schrieb an Politiker, diverse Frauenvereine und Geistliche. Bereits 1909 hatte sich der Muttertag in 45 Staaten der USA durchgesetzt.1914 wurde er das erste Mal als nationaler Feiertag der USA gefeiert.
Lesetipp: Das Buch "Die Sprache der Blumen" von Marina Heilmeyer gibt Aufschluss über die schönste Sprache der Welt – mit 150 Blumengemälden.
Nachdem der Muttertag immer mehr kommerzialisiert wurde, kämpfte die Begründerin später erfolglos für seine Abschaffung.
Der Muttertag setzte sich schnell auch in England, der Schweiz, Finnland, Norwegen und Schweden durch, 1923 wurde er in Deutschland, 1924 in Österreich das erste Mal gefeiert. In Deutschland wurde der Muttertag 1922/1923 durch den "Verband der Blumengeschäftsinhaber" etabliert. Plakate mit Sätzen wie "Ehret Eure Mutter" warben damals bei uns für den Muttertag. Er wird noch heute unpolitisch als "Tag der Blumenwünsche" gefeiert. In der Schweiz wurde der Muttertag unter anderem durch die Heilsarmee populär gemacht.
Die Sprache der Blumen
In der Romantik (frühes 19 Jhdt.) entwickelte sich die "Sprache der Blumen", auch "Selam" genannt. In der "Sprache der Blumen" hatte jede Blume ihre eigene Bedeutung/Botschaft. Die Blumen gaben den Menschen in der damaligen Zeit eine besondere Art sich auszudrücken. Daher kommt die Tradition, Blumen zu verschenken.
Der Name "Selam" geht auf das Osmanische Reich zurück. Lady Montagu reiste 1717 mit ihrem Mann nach Konstantinopel (heute Istanbul). Nach ihrer Rückkehr beschrieb sie die dortigen Bräuche, unter anderem auch "Selam": Die Haremsdamen schickten kleine in Tücher gewickelte Geschenke nach draußen, als Botschaften an ihre Liebsten. Der Brauch wurde auf Grund der Erzählungen Lady Montagus in England sehr populär. Daraus entwickelte sich die "Sprache der Blumen". Ganze Blumenalmanache mit den Bedeutungen der einzelnen Blumen wurden verfasst.
Weitere Traditionen
In einigen Ländern ist es Brauch bei jedem Besuch einen Strauß mitzubringen. In den USA schenken die jungen Männer ihren Tanzpartnerinnen zum Abschlussball ein kleines Sträußchen, daß sich die Mädchen dann anstecken. Nicht zu vergessen die Brautstrauß-Tradition: Die Braut wirft den Strauß den unverheirateten Frauen zu, diejenige, die den Strauß fängt, findet als nächstes einen Mann.
Tipp: Einfach mal wieder Blumen verschenken und die Liebsten in der schönsten Sprache der Welt grüßen. Jetzt bei FloraQueen den perfekten Strauß finden!
Ganz unabhängig vom Anlaß: es ist ein schöner Brauch, Blumen zu verschenken, ganz besonders, wenn man die "Sprache der Blumen" kennt. Am schönsten ist natürlich immer ein selbstgemachter Blumenstrauß.
Einige Blumen und ihre Bedeutung
Akazie (rote) - Eleganz
Akelei - Torheit
Allgut, Feldspinat - Güte
Aloe - Bitterkeit, Schmerz
Absinth - Abwesenheit, Trennung
Bärenklau - Pflege der schönen Künste
Bärenöhrlein - Liebe zum Wechsel, Wankelmut
Baldrian (roter) - Leichtigkeit
Beifuß - Glück
Eibisch - Du bist sehr hübsch
Eiche - Gastfreundschaft
Gewürznelke - Würde
Ginster - Reinlichkeit
Hexenkraut - Zauberei
Himbeerstrauch - süße Sprache
Jasmin (virginischer) - Trennung
Jasmin (weißer) - Liebenswürdigkeit
Klee - Ungewißheit
Lavendel - Mißtrauen
Leberkraut - Vertrauen
Levkoje (gefüllte) - bleibende Schönheit
Lilie - Majestät
Lilie (gelbe) - Eitelkeit, Prunksucht
Linde - eheliche Liebe
Myrthe - Liebe
Myrtill - Verra
Nelke - glühende und reine Liebe
Ochsenzunge - Lüge
Odermennig - Dankbarkeit
Olivenbaum - Friede
Pfirsichblüte - Liebesglück
Queckengras - Hartnäckigkeit
Allgemein Rose - Schönheit
Einfache Rose - Einfachheit, Einfalt
Gelbe Rose - Untreue
Weiße Rose - Schweigen
Eine weiße mit einer roten Rose - Feuer des Herzens
Wilde Rose - Dichtkunst, Poesie
Schneeglöckchen - Trost
Schwarzdorn - Hoffnung
Schwarzpappel - Mut
Schwarzwurzel - Sei meine Stütze!
Schwertlilie, Iris - Botschaft
Tabak - besiegte Schwierigkeit
Tausendgüldenkraut - Glückseligkeit
Thymian - Tätigkeit
Traubenfarn - Träumerei
Ulmenwinde - Nutzlosigkeit
Veilchen - Bescheidenheit
Veilchen (weißes) - Aufrichtigkeit, Unschuld
Venusspiegel - Schmeichelei
Wilde Raute - Sitten
Winde - Rechne auf meine Anhänglichkeit (Ergebenheit)
Wintergrün - süße Erinnerungen
Zehrkraut - Aufregung, Überraschung, Unruhe
Zichorie - Genügsamkeit
Zitterpappel - Seufzer
Lesetipp: In "Die Sprache der Blumen" von Alina Frey geht es um die Bedeutung verschiedener Blumen und die Freude, sie zu den unterschiedlichsten Anlässen zu verschenken.
Quellen/Sources: Wikipedia, Blumensprache.de, ganz-muenchen.de, matriachat.net
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Infos zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Transparenz-Seite.



